Feinstaub- und Klima-Werte über Citysensor
Die erste Feinstaubmess-„Station“ in Daxweiler
Seit 3. Juli 2019 sendet die erste private Feinstaubmess-„Station“ in Daxweiler alle viereinhalb Minuten (24/7) die gemessenen Umwelt- und Klimadaten (Feinstaub: PM10 PM2,5, Lufttemperatur sowie Luftfeuchte) an den Server von sensor.community. Sie ist damit Teil des weltweiten OpenData & CivicTech Netzwerks.
Die bisher ermittelten Werte sind gegenüber den Grenzwerten unbedenklich. Allerdings sind sie, mutmaßlich durch die Nähe zur BAB 61, leicht höher als die benachbarter Mess-Stationen, beispielsweise in Bingen oder "tiefer" im Hunsrück. Wie die Grenzwerte es schon andeuten, werden immer Mittelwerte aus vielen einzelnen Messungen über eine Stunde oder über einen Tag berechnet.
Bedienung: In den Graphen oben kann man die in Daxweiler gemessenen Werte der letzten 4 Wochen einsehen. Zum Hereinzoomen in kürzere Zeiträume diese einfach per Maus markieren – zum Zurückstellen der Daten diese Seite neu laden.
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Was ist eigentlich Feinstaub und was steckt hinter PM10 und PM2.5?
Feinstaub sind besonders kleine Teilchen des in der Luft befindlichen Schwebstaubs. Man unterscheidet anhand der Durchmesser der Staubteilchen zwischen PM10 (kleiner als 10µm (µm = Mikrometer) und PM2.5 (kleiner als 2,5 µm).
Feinstaub kann aus natürlichen Quellen (z.B. Sahara-Staub, Pilzsporen, Seesalz, Pollen) stammen (ca. 90%) oder eben menschlichen Ursprungs sein, überwiegend durch die Verbrennung von Kohlenstoffverbindungen (ca. 10%). Dazu gehören Müllverbrennungsanlagen, zahlreiche Industrieprozesse – aber auch die so beliebten Holzkamine, insbesondere im Winter.
Feinstaub wird unabhängig vom Durchmesser der Teilchen in µm/m³ (Mikrometer pro Kubikmeter) gemessen.
(Nicht so der) Fun-Fact: Die größten Ausschläge gibt es jedes Jahr in der Neujahrsnacht – Böllern und Feuerwerk setzen nämlich enorme Mengen an Feinstaub frei...
Die Grenzwerte:
Seit dem 1. Januar 2005 beträgt in der EU der einzuhaltende Tagesmittelwert für PM10 von 50 µg/m³ bei 35 zugelassenen Überschreitungen im Kalenderjahr. Für PM2.5 gilt seit 2015 der Jahresmittelwert von 25 µg/m³. Die ab 2030 geltenden, schärferen Grenzwerte bleiben trotz Halbierung gegenüber den aktuellen Jahresmittelwerten weiterhin über den WHO-Richtwerten (PM10: 15 µg/m³, PM2,5: 5 µg/m³ im Jahresmittel).
Feinstaub wird heute im Wesentlichen für die Auswirkungen von Luftverschmutzungen auf die Gesundheit verantwortlich gemacht. Auswirkungen sind u.a. die Verstärkung von Allergiesymptomen, die Zunahme von asthmatischen Anfällen, Atemwegsbeschwerden und Lungenkrebs sowie ein gesteigertes Risiko von Mittelohrentzündungen bei Kindern und Beeinträchtigungen des Nervensystems. Daneben werden auch Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt) angenommen. Das Ausmaß der Auswirkung von Partikeln auf die Atemwege hängt neben der chemischen Zusammensetzung auch von der Größe der Partikel ab: Je kleiner ein Partikel ist, desto tiefer kann es in die Lunge eindringen.
